Universitätsaugenklinik Salzburg
Universitätsaugenklink Salzburg Lidfehlstellungen

Eine häufige angeborene Lidfehlstellung ist die Ptosis (Lidheberschwäche), bei der das Sehvermögen durch das herabhängende Lid beeinträchtigt werden kann. Bei ausgeprägtem Befund besteht bei Kindern wegen drohender Amblyopiegefahr (Gefahr der Entstehung einer Sehschwäche) eine dringende Operationsindikation.
In den meisten Fällen wartet man mit der Operation bis zur Pubertät zu, dann kann dieser Eingriff, wie bei einer erworbenen Ptosis im Erwachsenenalter, in Sedoanalgesie ( nicht in Vollnarkose) durchgeführt werden. Das ermöglicht die Mitarbeit der Patienten intraoperativ, um für eine bestmögliche Lidstellung und Lidkontur zu sorgen. Bei ausreichender Funktion des Lidhebermuskels wird dieser zum Anheben des Lidrandes verkürzt, fehlt die Muskelfunktion, ist die Brauensuspension die Methode der Wahl. Dabei wird das Oberlid mittels Fäden, die unter der Haut im Bereich der Stirn fixiert werden, gehoben. Die häufigsten erworbenen Lidfehlstellungen entstehen altersbedingt. Im Bereich des Unterlides kommt es durch horizontale und vertikale Liderschlaffung zum Entstehen eines Ek- oder Entropiums (Aus- oder Einwärtsdrehen der Lidkante). Epiphora (Tränenträufeln) und Trichiasis (Scheuern der Wimpern) sind die Folge. Beides wird von den Patienten als sehr unangenehm empfunden. Die nach innen gerichteten „schleifenden“ Wimpern können die Hornhaut sogar dauerhaft schädigen. Bei der Entropiumoperation wird durch horizontale und vertikale Straffung des Unterlides die einwärts gedrehte Wimpernreihe nach außen gedreht. Im Gegensatz dazu wird zur Korrektur des Ektropiums neben einer horizontalen Straffung des Lides das Tränenpünktchen mit einer invertierenden Naht nach innen gedreht.

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